Christoph Wieser

Büro für

Architekturtheorie

Ein Haus auf diplomatischer Mission

Das House of Switzerland wurde von Spillmann Echsle Architekten in Zusammenarbeit mit den Szenografen Ortreport für das EDA entworfen. Erstmals eingesetzt 2014 an den Olympischen Winterspielen in Sotschi, repräsentiert es bei Grossveranstaltungen die Schweiz. Die innovative Holzkonstruktion besteht aus 193 Bauelementen, die jeweils vor Ort zusammengesetzt werden.

In: Wieser, Christoph (Hrsg., 2016): House of Switzerland. Ein Lexikon der Elemente. Spillmann Echsle Architekten mit Ortreport. Zürich: Park Books. 6-13. (PDF)


Eigenständig, aber eng verbunden

Mit einem Flügelschlag befreit der Neubau von Christ & Gantenden das Kunstmuseum Basel von der Monumentalität und Symmetrie des Hauptbaus. Er bezieht sich aber anspielungsreich auf ihn und etabliert so eine Beziehung, die allen zugute kommt: der Stadt, der Kunst und den Besuchenden.

In: TEC21, 2016, Heft 33-34. 20-23. (PDF)


Sichtbar gefügt. Konstruktion, Materialisierung, Bauprozess

Das Gebäude LEE der ETH Zürich fügt sich auf selbstverständliche und selbstbewusste Weise in die "Stadtkrone" von Zürich ein. Sein Architekt Fawad Kazi hat einen aussergewöhnlichen Entwurf geschaffen, der auch konstruktiv Neuland betritt. Vom Städtebau über die Konstruktion und Materialisierung bis hin zum Planungs- und Bauprozess reflektiert das Buch die Entstehung des Betonelementbaus auf differenzierte Weise. Schwerpunkte bilden die Textbeiträge von Marianne Burkhalter, Gian-Marco Jenatsch, Otto Kapfinger, Hans Kollhoff, Benedikt Loderer, Jürgen Tietz und des Herausgebers Christoph Wieser sowie Fotoessays von Georg Aerni und Rolf Steinegger. Abgerundet mit Texten des Architekten, der Bauherrschaft und der Fachplaner, zeichnet diese Baumonografie ein umfassendes Bild des komplexen Bauwerks.

In: Wieser, Christoph (Hrsg., 2015): Fawad Kazi ETH Zürich Gebäude LEE. Zürich: Park Books. 144-155. (PDF)


Bildmontagen

Das Buch SSA by RW dokumentiert in Bildern des Basler Architekturfotografen Ruedi Walti das bisherige Werk von Steinmann & Schmid Architekten ebenfalls aus Basel. Der Text "Bildmontagen" ist eine Anleitung zum Lesen der Abbildungen, reflektiert über das Metier der Architekturfotografie und verweist auf charakteristische Merkmale der Arbeit von Steinmann & Schmid Architekten.

In: Steinmann & Schmid Architekten, Ruedi Walti Fotograf (2015). Zürich: Park Books. 5-10. (PDF)


Drei Schweden. wbw 12-2014

Auf Einladung der Redaktion von werk, bauen + wohnen habe ich gemeinsam mit ihnen die Dezembernummer 2014 konzipiert. Das Heft ist drei herausragenden Architekten aus Südschweden gewidmet, die zwischen 1950 und 1980 gebaut haben: Klas Anshelm, Bengt Edman und Bernt Nyberg. Sie alle trugen das Erbe von Sigurd Lewerentz weiter und können mit ihrem Interesse an Konstruktion und Material als Weggefährten des New Brutalism gelten. Neben der Heftkonzeption und dem Beitrag zu Klas Anshelm sind zahlreiche Bilder von mir. Die Fotostrecken von Ivana Marinescu wurden exklusiv für das Heft erstellt.

In: werk, bauen + wohnen, 2014, Heft 12. 25-30. (PDF)


Luca Selva Architekten. Acht Häuser und ein Pavillon

Im Werk des Basler Büros Luca Selva Architekten spielt das Einfamilienhaus eine wichtige Rolle: Als Mittel zur Erforschung räumlicher, typologischer, gestalterischer und phänomenologischer Fragestellungen. Seit 1991 sind eine ganze Reihe spannender Häuser verschiedener Typen entstanden, u.a. ein Doppelwohnhaus, ein Wohnhaus für Kunstsammler, ein Wohnhaus mit Atelier und ein Generationenhaus. Diese Bauten werden erstmals vergleichend nebeneinandergestellt und ausführlich präsentiert, ergänzt durch Texte von Christoph Wieser, Luca Selva, Martin Rauch, Helmuth Pauli sowie einem Gespräch zwischen Daniel Buchner und Luca Selva.

Wieser, Christoph (Hrsg., 2014): Luca Selva Architekten, Acht Häuser und ein Pavillon. Zürich: Park Books.


Hochhaus mit Tiefenwirkung

Das Wohnhochhaus Zölly in Zürich West von Meili, Peter Architekten, dessen Fassaden in Elementbauweise zusammen mit office haratori und office winhov entwickelt wurden, ist geprägt durch eine hoch differenzierte Plastizität. Gebäudevolumetrie, innere Einteilung und Materialisierung bewirken ein vielfältiges und spannungsreiches Beziehungsgeflecht, das dem Wohnhochhaus seiner exponierten Lage entsprechend grosse Präsenz verleiht.

In: werk, bauen + wohnen, 2014, Heft 6. 110-117. (PDF)


Vom Elefantenhaus zum Elefantenpark

Die frei geformte Dachschale des Kaeng-Krachan-Elefantenparks im Zoo Zürich setzt ein spektakuläres Zeichen. Das Gebäude von Markus Schietsch Architekten, Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und den Tragwerksplanern Walt + Galmarini, will Teil der umgebenden Landschaft sein und bildet zugleich die Hülle für einen neuen Lebensraum.

In: TEC21, 2014, Heft 23. 30-34. (PDF)


Ithuba: Ein Kindergarten in Südafrika

Architekturstudierende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW haben in Südafrika einen Kindergarten geplant und mit Einheimischen innerhalb weniger Wochen selbst gebaut. Ithuba bedeutet "Möglichkeit" auf Zulu. Das Ithuba Community College befindet sich am Rand eines Townships in der Nähe von Johannesburg. Das Buch dokumentiert den Planungs- und Bauprozess und schildert die Herausforderungen, die das Bauen mit einfachsten Mitteln in einem fremden Kontext mit sich bringt.

Christoph Wieser, Niko Nikolla, Beat Waeber, Stefan Zopp, ZHAW (Hrsg. 2013): Ithuba. Ein Kindergarten i Südafrika. Sulgen: Niggli.



Architekturpreis Beton 13: Dem Beton auf der Spur

Der Architekturpreis Beton ist eine nationale Architekturauszeichnung von höchster Qualität und findet seit 1977 alle vier Jahre statt. Er wird an beispielhafte Werke verliehen, in welchen der Baustoff Beton als architektonisches Ausdrucksmittel eine auschlaggebende Rolle einnimmt. Auslober ist die Betonsuisse Marketing AG, die diesjährige Jury wurde von Prof. Annette Spiro, ETH Zürich, präsidiert. Der Preis geht an zwei Bauten des Architekturbüros Buchner Bründler Architekten. Je eine Auszeichnung erhalten Bauten von Silvia Gmür Reto Gmür Architekten und von Staufer & Hasler Architekten. Der Förderpreis für Jungarchitekten, der zum ersten Mal verliehen wurde, geht an Lukas Lenherr. – Mein Auftrag umfasste das Schreiben der Texte und die Redaktion des Buches.

In: Betonsuisse (Hrsg., 2013): Architekturpreis Beton 13. Zürich: gta. (PDF)


Auf der Suche nach neuen Horizonten

Luca Selva Architekten aus Basel haben seit Bürogründung immer wieder neue Themen aufgegriffen, ihre Recherche vorangetrieben auf der Suche nach neuen Horizonten. Die hohe Qualität der Projekte spricht ebenso für den eingeschlagenen Weg wie die Entspanntheit im Kleinen und Grossen, die den Arbeiten innewohnt.

In: Wirz, Heinz (Hrsg.): Luca Selva Architekten (De aedibus, Bd. 45). Luzern: Quart 2012. 8-15. (PDF)


Was vom Holz übrigbleibt. Trends in der Holzforschung

Beim Holz gab es bis vor wenigen Jahren keine eigentliche Werkstoffentwicklung. Dies hat sich, auch aufgrund des Nachhaltigkeitsgebots, geändert. Auf der molekularen wie makroskopischen Ebene wird geforscht und nach neuen Einsatzgebieten gesucht. Damit stellt sich die Frage, ob neue Generationen von Holzwerkstoffen und Holzbauten weiterhin die Bedeutung von Holz als natürliches Material vermitteln können.

In: werk, bauen + wohnen, 2012, Heft 9. 12-17. (PDF)


Konsens in der Vielfalt

Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA feierte 2012 sein 175-jähriges Jubiläum. Dieser Text zeichnet ein Bild des ebenso komplexen wie einflussreichen Vereins und gibt Einblick in dessen Geschichte.

In: TEC21, 2012, Heft 19 (4. Mai). 64-69. (PDF)


Kunststein – ein natürlicher Kunststoff

Während Beton als gegossenes Material in Erscheinung tritt, ist beim Kunststein der Steincharakter betont. Durch das Entfernen der Zementmilch und die Bearbeitung der Oberfläche verschwindet das für Beton typische Abbild der Schalung. Die mineralischen Zuschlagstoffe prägen den Ausdruck – aus Beton wird Kunststein. Dieser einführende Essay stellt das Thema in den historischen und aktuellen Kontext und gewährt Einblick in die komplexe Materie.

In: ZHAW / Stehrenberger, Katharina (Hrsg.): Bauten in Kunststein. Ein kritisches Inventar. Sulgen: Niggli 2011. 8-18. (PDF)


Ein fast normales Wohnhaus

Eine überaus wohnliche Atmosphäre prägt den Neubau des Mathilde Escher Heims in Zürich von Darlington Meier Architekten. Nur die Rampen als Haupterschliessung und die ungewohnt robuste Materialisierung verraten, dass hier spezielle Menschen zu Hause sind: körperbehinderte Erwachsene, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind.

In: werk, bauen + wohnen, 2011, Heft 9, S. 30-37. (PDF)


Der Realität verpflichtet

Der Beitrag in der ersten umfassenden Monografie von pool Architekten aus Zürich behandelt die Frage von Material, Detail und Struktur in den Arbeiten von pool. Ihre Architektur strebt nach dem Konkreten, nicht nach dem Abstrakten. Fügungsprinzipien werden eher offengelegt denn verschwiegen. Den Details wird so viel Aufmerksamkeit zuteil, wie sie zur Erfüllung ihrer Aufgabe benötigen. Die Architektur von pool stellt ihre Stofflichkeit zur Schau, macht sie greif- und begreifbar.

In: Roesler, Sascha (Hrsg.): pool. Werkjournal 1998-2010. Zürich: gta 2010. 133-147. (PDF)


Oberlichtlaternen

Klas Anshelm war ein Meister des Oberlichts. Kaum ein Bau, bei dem der schwedische Architekt nicht in irgendeiner Form Tageslicht über die meist geneigten Dächer in die Räume geleitet hätte. Oft, wie bei seinen beiden hervorragenden Kunsthallen in Lund (1957) und Malmö (1973), werden die Oberlichter als gestalt- und stimmungsprägende Elemente eingesetzt.

In: Burren, Barbara / Tschanz, Martin / Vogt, Christa / ZHAW / ZKE (Hrsg.): Das schräge Dach. Sulgen: Niggli 2008. 210-217. (PDF)


Ein echter Monolith

Valerio Olgiati hat in Zernez einen zeitlos erscheinenden, veredelten Rohbau erstellt, der dem Schweizerischen Nationalpark als Besucherzentrum dient. Der monolithische Bauköprer besticht durch seine elementare Formensprache ebenso wie die überraschende Wegführung im Innern.

In: werk, bauen + wohnen, 2008, Heft 11. 20-28. (PDF)


Prekäres Gleichgewicht

Der Beitrag von Graber Pulver Architekten für die Expo 02 in Murten bestand im Wesentlichen aus zwei Teilen: einer grossen Plattform und einem Dach darüber. Diese raumhaltige Struktur war beinahe so reduziert wie der chinesische Tempel in der berühmten Skizze von Jørn Utzon. Nur, im Unterschied dazu, war das Dach nicht als quasi schwebendes, körperhaftes Element über der Plattform angeordnet, sondern wie ein korbartiges Gefäss umgekeht über die Plattform in Stampfbeton gestülpt – eine sinnfällige Methapher für den Pavillon der Landwirtschaft.

In: Wirz, Heinz (Hrsg.): Werkstücke. Graber Pulver (De aedibus, Bd. 9) Luzern: Quart 2005. 57-61. (PDF)